We.are.your.friends 2.0

 

Projektkonzept „We.are.your.friends 2.0“

Durch die verstärkte Ankunft von Geflüchteten in Deutschland im Jahr 2015, werden die Integrationsaufgaben deutschlandweit vor neue Herausforderungen gestellt. Es ist wichtig, ein Gemeinsamkeitsgefühl zwischen Einheimischen mit und ohne Migrationshintergrund und neu Geflüchteten entstehen zu lassen. Dazu müssen Vorurteile hinterfragt und Hürden abgebaut werden. Sprachkompetenzen sind dabei ein wichtiges Mittel zur Verständigung, doch insbesondere für junge Menschen findet Kommunikation immer häufiger online in den sozialen Medien, dem sog. Web 2.0, statt. So nutzen mehr als die Hälfte aller 10- bis 18-Jährigen in Deutschland regelmäßig aktiv das soziale Netzwerk Facebook.

Hier setzt das Projekt „We.are.your.friends 2.0“ an und möchte Integration, Medien-, Sprach- und soziale Kompetenzen verbinden und eine Botschaft der Willkommenskultur aussenden. In dem Projekt sollen Jugendliche – egal welcher Herkunft – im Alter von 12 bis 22 Jahre, in einer Gruppe von rund 10 bis 12 Jugendlichen, Social Media-Kanäle selbstständig bestücken. Dazu werden sie durch das medienpädagogische Fachpersonal des Adolf-Bender-Zentrums (ABZ) zu Social Media Redakteuren ausgebildet. Als Qualifikationsbestätigung erhalten sie einen Social Media-Führerschein. Anschließend sollen die jungen Menschen aus ihrer eigenen Lebenswirklichkeit heraus, rund um die Themen Flucht, Asyl, Integration, fremde Kulturen, u.ä., berichten (bspw. Vorstellen ihrer Vereine und wie dort Flüchtlinge integriert werden) oder die sie interessierenden Fragen zum Thema recherchieren und als Reporter aufarbeiten (bspw. O-Töne von Passanten einfangen oder Interviews mit Fachpersonal). Auf diese Art und Weise eignen sie sich selbst Wissen über für die Integration wichtige Themen an und werden für die etwaigen Stolpersteine und eigenen Vorurteile sensibilisiert.

Das so dokumentierte und gesammelte Wissen soll innerhalb der Gruppe stetig weitergegeben werden, sodass freiwillige Jugendliche sich auf Basis dieses Wissens und mit Hilfe des Personals des ABZ zu sogenannten Integrationsscouts ausbilden lassen können. Als Integrationsscouts sollen sie in ihren Schulen, in ihren Vereinen sowie in ihrem Umkreis das erlernte Wissen peer-to-peer weitergeben und es soll ihnen möglich sein, mit Hilfestellung des ABZ-Personals, selbst Integrationsworkshops durchführen zu können. Bei der Entwicklung der Workshops sind die Jugendlichen selbst maßgeblich beteiligt.

Auf ähnliche Art und Weise soll im weiteren Verlauf auch ein Social Media-Workshop entstehen – nach dem Prinzip der oben beschriebenen Peer Education.

Die Ergebnisse der Arbeit sind durch den Social Media-Ansatz einem breiten Publikum zugänglich. Anvisiert wird v.a. eine Nutzung der Kanäle Facebook und YouTube.

Die im Projekt erfolgte Kompetenzvermittlung soll langfristig nachwirken, v.a. da das Thema Medienkompetenz aufgrund straffer Lehrpläne und einem Mangel an dafür qualifizierten Personal nicht ausreichend behandelt wird. Auch die Ergebnisse der Reportagen haben durch den Multiplikatoreneffekt in den sozialen Medien eine große potenzielle Reichweite. Wünschenswert wäre es, dass die jugendlichen Social Media-Reporter über die Projektlaufzeit hinaus tätig sind. Denkenswert wäre, diesen Ansatz auch mit einem breiteren thematischen Spektrum an Schulen zu bringen, um eine moderne Schülerzeitung zu erstellen.

Die im Projekt geplanten Module Social Media-Führerschein (mit den Bausteinen: Sicher im Netz, Informieren im Netz und Social Media Management), „Flucht und soziale Medien“ sowie „Menschenrechte im Netz“ wären perspektivisch auch an Schulen oder Institutionen unabhängig von der sog. Basisgruppe durchführbar.


Ansprechpartnerin:

Weitere Infos im PROJEKTFLYER.


Ein Projekt des Adolf-Bender-Zentrums


gefördert durch


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