Stolpersteine


"Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist." - Nach diesem Motto verlegt der Kölner Künstler Gunter Demnig seit 1995 sogenannte Stolpersteine in verschiedenen Ländern, um damit die Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung der Juden, Sinti und Roma, der politisch Verfolgten, der Homosexuellen, der Zeugen Jehovas und der Euthanasieopfer im Nationalsozialismus lebendig zu halten.

Bei Stolpersteinen handelt es sich würfelförmige Betonsteine mit etwa 10cm Kantenlänge, an deren Oberseite sich eine Messingplatte befindet. Diese ist in der Regel mit einem Namen, Jahr von Geburt und Tod und kurzen Informationen zum jewiligen Schicksal beschriftet. Stolpersteine werden üblicherweise in den Gehweg vor dem ehemaligen Wohnsitz der Betroffenen eingelassen.

Bis heute hat Gunter Demnig etwa 35.000 Stolpersteine in rund 750 Gemeinden in Deutschland, Belgien, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, der Slowakei, Tschechien, der Ukraine und Ungarn verlegt. Im Saarland finden sich Stolpersteine laut dem Kunstlexikon Saar in den Gemeinden Blieskastel, Gersheim, Illingen, Kirkel, Kleinblittersdorf, Losheim, Merzig, Neunkirchen, Nohfelden, Rehlingen-Siersburg, Saarbrücken, Saarlouis, Saarwellingen, Schmelz, Sankt Wendel, Tholey und Völklingen. 

Das Adolf-Bender-Zentrum betreut Stolperstein-Projekte bei der Planung, Vorbereitung, Durchführung und Dokumentation.