Familie Herz

Juliane Herz wurde in Bettingen auch "et Julchen" genannt. Sie war die Ehefrau des Metzgers Edmund Herz, stand als Chefin hinter der Theke der Metzgerei und regelte den Verkauf. Die Kranken versorgte sie regelmäßig mit einem Kessel Rindfleischsuppe. Außerdem achtete sie auf die Einhaltung des „Schabbes“, des Sabbats.

Edmund Herz war ein begeisterter Feuerwehrmann (siehe Bild oben). Er und die beiden Söhne Walter Nathan und Otto Moritz wurden erst deportiert und dann im Konzentrationslager umgebracht.

Juliane und ihre Tochter Thea überlebten, weil sie sich in Luxemburg in einem Nonnenkloster verstecken konnten.

Judenverfolgung im Dritten Reich 1933-1940 (in Auszügen):

1933 – Boykott jüdischer Geschäfte
1935 – Nürnberger Rassengesetze
1938 – Berufsverbot für jüdische Ärzte, Juden dürfen keine Behörden betreten, 09.11.: Reichspogromnacht, Juden werden vom Schulbesuch ausgeschlossen
1939 – Ausgehbeschränkungen für Juden, Juden müssen alle Rundfunkgeräte abgeben
1940 – Juden müssen alle Telefonanschlüsse abgeben, Inbetriebnahme des KZ Auschwitz.

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