Für Elsa Michaelis (Schwester Mirjam) und Wilhelm Caroli wurden bereits Stolpersteine in Trier verlegt. Aufgrund ihrer Bedeutung für Saarlouis werden sie hier dennoch kurz vorgestellt.

Schwester Mirjam (1889-1942)

Elsa Michaelis (Schwester Mirjam) stammt aus einer jüdischen Familie und wurde am 31.03.1889 in Berlin geboren. Mit 29 Jahren konvertierte sie zum katholischen Glauben und trat zehn Jahre später in den Orden Josefsschwestern ein. 1935 wirkte sie im Gertrudenstift (Heim für schwererziehbare Mädchen, dort befindet sich heute das Gymnasium am Stadtgarten) in Saarlouis. Nach ihrer Flucht in die Niederlande wurde sie 1942 über das KZ Westerbork nach Auschwitz deportiert und ermordet.

Wilhelm Caroli (1895-1942)

Wilhelm Caroli wurde am 7. April 1895 in Saarlouis geboren und wohnte in der Pavillionstraße 2. 1921 empfing er die Priesterweihe und wirkte ab 1926 als Pfarrer in Rheingönheim. Er wurde wegen „systemfeindlichen Predigens“ von der SA und Gestapo verfolgt.
1942 wurde er im KZ Dachau interniert, wo er nach sechs Monaten den Hungertod stirbt.